heißt es bei der aktuellen Ausgabe von „rundschauTV“ gleich in doppelter Hinsicht: Unter www.wuppertaler-rundschau.de/videos erwartet Sie diesmal ein Vorgeschmack auf den Wuppertal-Krimis „King Ping“. Die Hauptdarsteller Hans-Martin Stier, Jana Voosen und Sierk Radzei sowie Produzent Dirk Michael Häger gewährten in der Drehpause einen Blick hinter die Kulissen des Kinoprojekts.
Wuppertals Pinguine werden zu Filmstars
Von Cathérine Wenk
Wuppertal. Den Esels- und Königspinguinen im Wuppertaler Zoo kann man die Aufregung anmerken. Unruhig watscheln sie von links nach rechts. Immer wieder sind ihre Blicke auf die großen, hellen Scheinwerfer vor dem Gehege gerichtet. Der Grund: Die Pinguine sind gerade dabei, echte Filmstars zu werden. Für den Kinofilm „King Ping“ wurden am Mittwoch acht Szenen im Wuppertaler Zoo gedreht – einige davon im Pinguin-Gehege, wo Hobby-Verbrecherjäger Clemens „King Ping“ Frowein, gespielt vonSierk Radzei, laut Drehbuch als Pfleger arbeitet.
Für die Pinguine darf der Dreh nicht zu stressig werden
Und so werden an diesem Tag nicht nur Scheinwerfer, sondern auch mehrere Kameras in der Pinguin–Anlage aufgebaut und eine Vielzahl von Kabeln verlegt. Mitarbeiter des Filmteams wuseln vor den Scheiben des Geheges herum – so viel Hochbetrieb war selten. Auch Zootierarzt Dr. Arne Lawrenz ist bei den Dreharbeiten vor Ort. „Die oberste Prämisse ist, dass es für die Pinguine nicht zu stressig wird“. So ein Dreh im Zoo sei schon sehr aufwendig, da alles sicher zugehen müsse, sagt Lawrenz, der selbst eine kleine Rolle im Film spielen wird.
Die Aufnahme kann beginnen – doch die Tiere wollen nicht ins Wasser
Mittlerweile hat das Drehteam die Unterführung der Pinguin-Anlage in Beschlag genommen. Darsteller Radzei wird hier in einer Szene entlanglaufen. Durch die großen Scheibe sollen dabei schwimmende Pinguine zu sehen sein. Regieassistent Arben Ljikovic schlägt die Klappe.
Eigentlich könnte es jetzt losgehen. Doch die Pinguine – ganz Filmdiva – zieren sich, ins Wasser zu springen. Da hilft nur noch der Fisch als Lockmittel. Wenige Sekunden später hüpfen die ersten Tieren ins feuchte Nass. „Aufnahme läuft“, heißt es dann. Die nächste Szene wird im Gehege selbst gedreht. Darsteller Radzei soll in seiner Rolle als Tierpfleger die Pinguine füttern.
Hako Media dreht zum Film King Ping ein 30-minütiges Making Of. Regie führt Peter Schaul. Das Making Of soll die Dreharbeiten dokumentieren und zeigen, wie einzelne Szenen entstehen. Es soll bei der Premiere von King Ping gezeigt werden und auch Teil der späteren DVD sein.
King-Ping – Himmel, Tal und Treppenmord
Dreharbeiten starten am 7. März
Mit „King Ping“ starten nun die Dreharbeiten für einen skurrilen Wupper-Krimi. Clemens Frowein, mit Spitznamen „King“, ist Kommissar geworden, weil er noch an die Gerechtigkeit glaubt. Die stellt ihm allerdings eines Tages ein Bein, und er wird vom Dienst suspendiert. Als Trostpflaster gründet er die Internetplattform „Bullenjagd.de“, auf der Bürger Polizisten bei Verkehrsverstößen fotografieren und filmen. Seine wahre Berufung findet er als Pinguinpfleger im Wuppertaler Zoo. Es könnte alles so schön sein, bis sich sein Ex-Kollege auf einer Treppe das Genick bricht. Auf eigene Faust beginnt King in Sachen Mordfall zu ermitteln.
Bereits seit Ende Januar laufen die Vorbereitungen der Rex Film Produktion GmbH für „King Ping – Himmel, Tal und Treppenmord“ auf Hochtouren, nun wird auch gedreht. Die Produktion ist mit einem Etat von 250.000 Euro gestartet. Obwohl die finanziellen Mittel ausschließlich aus Sponsoring, Crowdfounding, Invests und vom Koproduzenten HAKO Media stammen – große Unterstützung gab es auch von der Wuppertaler Wirtschaft – tut das dem Streifen keinen Abbruch: „Wir machen auch ohne die offiziellen Filmförderungen einen richtig guten Kinofilm“, betonen die Produzenten Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt.
Dafür spricht nicht zuletzt die brillante Besetzung: Neben Bela B. von den Ärtzten wird auch Wuppertaler und „Stromberg“-Urgestein Christoph Maria Herbst zu sehen sein. Die Hauptrolle spielt NRW-Schauspieler des Jahres 2008 Sierk Radzei, die Rolle der Doba verkörpert Ann-Kathrin Kramer, Dr. Nicole Werner mimt Jana Voosen. Das professionelle Team arbeitet für eine Aufwandsentschädigung plus Gewinnbeteiligung.
„Crowdfunding als Konzept alternativer Filmfinanzierung wird immer populärer“, ergänzt Dirk Michael Häger, der auch das Drehbuch geschrieben hat. „Wir jedenfalls werden alles dafür tun, dass dieser anarchische Ansatz ‚King Ping’ zu einem entsprechenden Kinoerlebnis machen wird“. Regie führt Claude Giffel, freischaffender Regisseur und Drehbuchautor, der bereits an zahlreichen „Tatorten“ mitgewirkt hat.
Der Film wird an 23 strammen Drehtagen ausschließlich in Wuppertal aufgezeichnet. Im immer grünen Tal reihen sich herrschaftliche Villen an leer stehende Fabrikhallen – die kontrastreiche Stadt eignet sich hervorragend als Kulisse. Entstehen wird ein realistischer Ermittlungs-Thriller, der vor schrägem Humor und überzeichneten Figuren strotzt. Bis der Film im Februar 2013 in die Kinos kommt, fließt noch jede Menge Wasser die Wupper runter. Um sich die Zeit ein wenig zu verkürzen, können Cineasten einen Blick in das Produktionstagebuch auf Facebook werfen. Hier erfährt man alles Wissenswerte über Dreh, Set und Crew. Nebenbei bemerkt: Der Film feiert auch in Wuppertal Premiere. Vielleicht demnächst Hollywood des Bergischen?
Erste Klappe für King Ping
Von Silvia Pauli
In Wuppertal starten die Dreharbeiten für den Film "King Ping". Der Wuppertal-Krimi wartet mit einer Reihe bekannter Schauspieler wie Ann Kathrin Kramer und Christoph Maria Herbst auf. Das Besondere an dem Film: Er wird mit wenig Geld produziert - und soll trotzdem kinotauglich werden.
Jana Voosen freut sich auf Dreharbeiten in Wuppertal
Das Gespräch führte Martina Thöne
Frau Voosen, Sie drehen zum ersten Mal in Wuppertal. Was bedeutet Ihnen das Heimspiel?
Jana Voosen: Ich freue mich schon sehr darauf. Zum einen finde ich, dass Wuppertal gerade im Film besonders charmant rüberkommt, wie man ja auch schon in „Der Krieger und die Kaiserin“ sehen konnte. Außerdem wird es bestimmt eine lustige Erfahrung, so wie früher in meinem Elternhaus zu wohnen und morgens statt in die Schule zum Drehen zu fahren.
„Auch nach so vielen Jahren im Job fällt es mir immer noch schwer, mich selbst im Fernsehen zu sehen.“
Am 7. März starten die Dreharbeiten für „King Ping“. Die Hoffnungen haben sich allerdings nicht bestätigt: Die Filmförderung NRW steigt nicht mit Geld ein. Sie bleiben dem Projekt aber trotzdem treu?
Vossen: Natürlich. Ich finde, dass „King Ping“ ein tolles Projekt ist, und fürs Geld bin ich noch nie angetreten. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich nicht gerne für meine Arbeit bezahlt werde. Aber wenn mir eine Rolle gefällt, dann hält mich sicher nicht ab, dass es sich um einen Low-Budget-Film handelt.
Welche Rolle spielen Sie?
Voosen: Ich spiele die Gerichtsmedizinerin Dr Nicole Werner, für die die Hauptfigur Clemens „King Ping“ Frowein eine Schwäche hat. Nicole ist eine außergewöhnliche Frau, ein Vamp und tough bis an die Schmerzgrenze. Das finde ich spannend, vor allem, weil ich ja normalerweise eher in der Kategorie „Everybody´s Darling“ besetzt werde.
Längst abgedreht ist die Serie „Klinik am Alex“, die zwischenzeitlich abgesetzt wurde. Am 10. März erhält sie eine neue Chance und wird samstags um 19 Uhr gesendet. Werden Sie dann selbst vor dem Fernseher sitzen?
Voosen: Auch nach so vielen Jahren im Job fällt es mir immer noch schwer, mich selbst im Fernsehen zu sehen. Meistens sitze ich dann mit den Händen vor meinem Gesicht zusammengekauert auf der Couch und linse zwischen den Fingern hindurch, als würde ich gerade einen Horrorfilm gucken. Ich bin ein bisschen überkritisch, was meine eigene Arbeit angeht. Aber ich werde mir „Klinik am Alex“ natürlich angucken, denn ich finde die Serie und vor allem meine Kollegen einfach großartig. Es geht um das Leben von sechs Assistenzärzten in einer Berliner Klinik – und da wurde ein tolles Ensemble mit sehr unterschiedlichen, interessanten Charakteren zusammengecastet.
Sie sind aber nach wie vor nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Schriftstellerin aktiv. In Ihrem neuen Buch erfahren die Leser, was „Liebe mit beschränkter Haftung“ ist. Was verstehen Sie darunter?
Voosen: Der Titel klingt natürlich ziemlich paradox, denn eigentlich würde man wohl sagen, dass Liebe und beschränkte Haftung sich gegenseitig ausschließen. Liebe ist ja ein absolutes Gefühl. Ein bisschen lieben ist genauso wenig möglich wie ein bisschen schwanger sein. Man stürzt mitten rein und verliert die Kontrolle. Und eben davor hat Mia, die Hauptfigur in meinem Roman, Angst. Sie ist schon so oft auf die Nase gefallen, dass sie ihren eigenen Gefühlen misstraut und sich sozusagen selbst auf „Romantik-Entzug“ setzt.
Am 24. März gestalten Sie zusammen mit Ihrem Vater eine Lesung im Tal. Ist man aufgeregter, wenn der eigene Vater dabei ist?
Voosen: Nein, im Gegenteil. Es macht mich nervöser, wenn er im Publikum sitzt. Aber so sitzen wir ja gemeinsam in einem Boot, das hat auf mich eher eine beruhigende Wirkung. Außerdem scheint mein Vater Lampenfieber nicht zu kennen. Vor unserer letzten gemeinsamen Lesung konnte er überhaupt nicht nachvollziehen, dass ich vor lauter Aufregung wie Rumpelstilzchen auf und ab hüpfte, sondern sagte: „Aber du musst doch nur lesen.“ Tja, und wo er Recht hat, hat er Recht.
Arbeiten Sie schon an einem neuen Roman?
Voosen: Ja, er wird voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer 2013 erscheinen. Den Titel darf ich aber leider noch nicht verraten.
„King Ping“ vor dem Drehstart: Das Wechselspiel der Stars
Von Florian Launus
Wuppertal. Die Zeit der Vorbereitung ist fast vorbei: Am kommenden Mittwoch, 7. März, fällt am Tippen-Tappen-Tönchen die erste Klappe für den Wuppertal-Kino-Krimi „King Ping – Himmel, Tal und Treppentod“. Wie berichtet, müssen die Macher von der Wuppertaler Produktionsfirma Rex Film ohne öffentliche Fördermittel, aber mit einem Mini-Budget von 250.000 Euro auskommen. Die beteiligten Schauspieler arbeiten für eine Aufwandsentschädigung sowie eine Gewinnbeteiligung – vielleicht liegt es auch daran, dass so mancher ursprünglich in der Besetzungsliste vorgesehene Promi abgesagt hat.
So sind den Machern unter anderem die Wuppertaler Ann-Kathrin Kramer, Axel Stein und Mechthild Großmann sowie Regisseur Tom Bohn abgesprungen – wegen anderweitiger Verpflichtungen, wie es offiziell heißt. „Wir müssen uns dennoch nicht verstecken“, sagt die Pressesprecherin der Produktionsfirma, Susanne Birkner.
Schließlich sind etwa Christoph Maria Herbst, Jana Voosen und Lilay Huser ebenso an Bord geblieben wie Hauptdarsteller Sierk Radzei und der aus zahlreichen TV-Rollen bekannte Charakterkopf Hans-Martin Stier. Die Regie übernimmt Claude Giffel, der bisher unter anderem bei diversen TV-Serien („Verbotene Liebe“, „Alles was zählt“) als Regisseur und bei zahlreichen Krimis („Wilsberg“, „Tatort“) als Regieassistent gearbeitet hat.
Etwa 250 Leute sind vor und hinter der Kamera am Dreh beteiligt
Und dann konnten die Film-Macher noch einen ganz speziellen Coup verkünden: Bela B., extravaganter Schlagzeuger der Berliner Punkband Die Ärzte, wird bei „King Ping“ mal wieder als Schauspieler im Einsatz sein – und zwar in einer Frauenrolle. Bela B. wird die singende Szene-Friseurin Biggi verkörpern – also jene Figur, die im Film-Trailer noch von Mechthild Großmann gemimt wurde. Birkner: „Die Zusage freut uns besonders.“
Daneben werden zahlreiche von Wuppertaler Theater-Bühnen bekannte Darsteller einen Auftritt im Film haben – etwa Hans Richter,Jörg Reimers,Marcia Golgowsky, Daniel Breitfelder von den Wuppertaler Bühnen oder Mundart-Urgestein Lore Duwe. Gedreht wird bis Anfang April etwa im Zoo, im Barmer Rathaus, auf den Friedhöfen Hochstraße und Unterbarmen sowie an diversen Treppen im Stadtgebiet. Inklusive Komparsen und Kleindarstellern sind fast 250 Leute am Projekt beteiligt. Birkner: „Es wird eine Herausforderung.“ Doch so oder so: Im Februar 2013 soll der Film in die Kinos kommen.
Dirk Michael Häger, Drehbuchautor und mit seinem Kompagnon Christoph Schmidt Produzent des Wuppertal-Krimis "King Ping", reagierte gestern auf die Berichterstattung der WZ zu den personellen Veränderungen in der Schauspieler-Crew des Films. Er legt Wert darauf, dass insbesondere seine Wunsch-Schauspieler aus Wuppertal nicht wegen des geringen Budgets des Films abgesagt haben: "Ann-Kathrin Kramer war und ist von der ersten Minute an von King Ping überzeugt, unabhängig von der Gagenhöhe", sagte Häger der WZ. Sie und ihr Schauspiel-Kollege Axel Stein könnten ausschließlich aus terminlichen Gründen nicht bei King Ping dabei sein – bedingt durch Drehverschiebungen der Filme, bei denen sie aktuell mitwirken. Die Dreharbeiten für King Ping in Wuppertal beginnen am Mittwoch, 7. März.
Wuppertaler Rundschau 29.02.2012
Drehstart für Wuppertaler Krimi
Als Darsteller fungieren unter anderem Sierk Radzei sowie Bela B., Christoph Maria Herbst, Jana Voosen, Lilay Huser, Hans Martin Stier, Angelika Bartsch, Clémentine Deluy und Thusnelda Mercy. Der Film wird ausschließlich in Wuppertal gedreht. Er werde „mit viel schrägem Humor und nicht weniger Originalität gespickt sein“, verspricht die Produktionsfirma. Regie führt Claude Giffel, der an mehreren „Tatorten“ mitgewirkt hat.
Das Budget beträgt 250.000 Euro. Die Produktionsfirma „Rex Film Produktion GmbH“ erhält keine offizielle Förderung. Der Film wird stattdessen durch Sponsoring, Crowdfunding, Invests und vom Koproduzenten „HAKO Media“ finanziert. Produzenten sind Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt. Das Team erhält eine Aufwandsentschädigung sowie eine Gewinnbeteiligung. „Wir werden alles dafür tun, dass dieser anarchische Ansatz King Ping zu einem entsprechenden Kinoerlebnis machen wird“, so Schmidt und Häger.
King Ping: Der Kommissar übt schon das Pinguin-Füttern
Von Klaus Koch
Wuppertal. Wenn die Dreharbeiten für den Wuppertal-Krimi King Ping erst einmal starten – und das geschieht am 6. März, führt es die Macher auch in den Wuppertaler Zoo. Ein Spielfilm mit Szenen im Zoo? Das ist auch dort trotz der immer wiederkehrenden Medienanfragen wie zum Beispiel zur Geburt des Eisbärenbabys Anori etwas Außergewöhnliches. Und das erst recht, wenn bei den Pinguinen gedreht wird. Denn dort, so Zoo-Tierarzt Arne Lawrenz, „ist immer etwas los“.
Das geht schon damit los, dass nicht exakt abzusehen ist, wann sich die Eselspinguine und Königspinguine in der Mauser befinden und wann sie brüten. Es kann also durchaus sein, dass der ein oder andere Pinguin pünktlich zu den Dreharbeiten ein Erscheinungsbild „wie ein aufgeplatztes Sofa-Kissen“ bietet. Es ist auch gut möglich, dass die Eselspinguine gerade zur Drehzeit auf den Eiern sitzen.
Ein komplettes Filmteam in der Anlage? Das ist undenkbar.
Folglich gilt es, höchste Aufmerksamkeit walten zu lassen. Deshalb schließt Lawrenz es auch klipp und klar aus, dass sich ein Filmteam in gewohnter Stärke in der Pinguin-Anlage tummeln wird. Etwa drei oder vier Personen werden wohl Zutritt erhalten. Viel mehr aber nicht, wie der Tierarzt klarstellt. Eine weitere Herausforderung: Hauptdarsteller Sierk Radzei ist im Film Tierpfleger – und hat als solcher ganz dem Filmtitel entsprechend die Königspinguine zu füttern. Selbst das ist aber nach Erkenntnis von Lawrenz gar nicht mal so einfach. Deshalb muss das auch unmittelbar vor dem Dreh noch einmal trainiert werden. Das Problem: Wird zu viel trainiert, sind die Tiere anschließend schlicht satt. Und dann lassen sich auch keine anständigen Szenen von der Pinguinfütterung drehen, weil die Tiere das Futter einfach nicht mehr annehmen mögen.
Selbst, wenn das Training überstanden ist, ohne dass die Pinguine den Hals voll haben, bleibt ein weiteres Risiko. Denn einfach in den Trog zu greifen und den Pinguinen den Fisch dann irgendwie zuzuwerfen, reicht nicht. Die Tiere bestehen schon auf recht standardisierte Abläufe. Denn sonst verweigern sie die Nahrungsaufnahme, so Lawrenz.
Kauziger Nostalgiker im Tal
von Silvia Pauli
Anfang März beginnen die Dreharbeiten für den Wuppertal-Krimi "King Ping". Schon jetzt, lange bevor die erste Klappe fällt, arbeitet das Produktionsteam auf Hochtouren: Drehorte besichtigen, Szenen festlegen, Logistik checken.
Drehstart für KING PING
KING PING - Himmel, Tal und Treppentod heißt das neue Krimiprojekt des Regisseurs Claude Giffel und der Produzenten Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt. Die Besetzung besteht aus Sierk Radzei, Christoph Maria Herbst, Thusnelda Mercy, Angelika Bartsch, Bela B. und weiteren Schauspielern wie Jana Voosen, Hans Martin Stier und Lilay Huser.
Im Vordergrund der Handlung steht Polizeikomissar Clemens Frohwein (Sierk Radzei) alias King. Dass er nicht immer der Angenehmste ist wird deutlich, als er sich selbst zum Richter gegen einen Kinderpornoseiten-Betreiber erhebt. Prompt wird er dafür auch entlassen. King wechselt anschließend in den Zoo als Pinguinpfleger King Ping und gründet einen Internetdienst, der polizeilichen Rechtsverstößen nachgeht. Eines Tages passiert es dann: Sein ehemaliger Polizeikollege wird tot auf einer Treppe aufgefunden. King ist sich sicher, dass es kein Unfall war und geht der Sache nach.
Im Vorfeld hat die Produktionsfirma REX Film sich ein Jahr lang um Kapitalgeber, Sponsoren und Crowdfunding-Aktionen bemüht. Dadurch ist ein Betrag von 250.000€ für den Kinofilm zusammengekommen. Um die Produktion bezahlen zu können, erhalten die Schauspieler eine Erstattung der Kosten sowie Anteile am Gewinn. Somit folgt KING PING Crowdfunding-Produktionen wie der Stromberg-Kinofilm, in denen Christoph Maria Herbst als Hauptdarsteller zu sehen war.
Der Drehstart ist am Mittwoch, 7.März 2012, bis Anfang April sollen die Dreharbeiten abgeschlossen sein. Als Kulisse dient die Stadt Wuppertal im bergischen Land.
Weitere Infos findet man auf der Webseite von KING PING.
King Ping: Die Berlinale ist das Ziel
Von Florian Launus
Wuppertal. Und noch ein Wuppertaler: Axel Stein ist prominentester Neuzugang in der geplanten Darsteller-Riege des Kino-Krimis „King Ping“. Wie die ProduzentenDirk Michael Häger und Christoph Schmidtmitteilten, ist Stein beim im März 2012 beginnenden Dreh als latent cholerischer Ex-Schläger zu sehen, der der Polizei als Hauptverdächtiger einer Mordserie ins Visier gerät. „Wir freuen uns sehr, dass er dabei ist“, sagte Häger der WZ – und zwar auch, weil der Cronenberger hier in einer ungewohnt ernsten Rolle zu sehen sein wird.
Die Akquise des bekannten Wuppertalers ist nur eine der guten Nachrichten, die Häger und Schmidt von der Firma Rex Film in vorweihnachtliche Hochstimmung versetzt. Wichtig für die planmäßige Verwirklichung des ambitionierten Projekts: Rex Film hat mit der Münchner Firma Polyband einen Verleih gefunden, der „King Ping“ nach dem Dreh ins Kino bringen will. Und die Produzenten haben die wichtigen Förder-Anträge für Zuschüsse bei der NRW-Filmstiftung und bei der Filmförderungsanstalt eingereicht. „Die Rückmeldungen waren positiv“, versichert Häger – wenn alles gutgeht, fließt 2012 das Geld, mit dem der Löwenanteil des 1,1-Millionen-Euro-Etats für „King Ping“ gestemmt werden soll.
Auch ohne Fördermittel: Gedreht wird der Film in jedem Fall
Rückenwind für die Bewilligung erhoffen sich die Produzenten auch von der breiten Unterstützung durch die vielen Wuppertaler Firmen, Privatleute und Institutionen, die den Film mit Geld oder praktischer Hilfe fördern – von der Barmenia über die Jackstädt Stiftung bis zu Wuppertal Marketing. Häger: „Wir sind zuversichtlich, dass das positiv wahrgenommen wird.“ Zudem kann der Film dank der privaten Förderer mittlerweile eine Eigenkapital-Quote von 17 Prozent vorweisen, die Rex Film noch steigern will. So versichert Christoph Schmidt selbst für den schlechtestmöglichen Fall, dass überhaupt kein Fördergeld für „King Ping“ fließt: „Wir drehen so oder so im kommenden Frühjahr“, im Notfall dann eben eine kostenreduzierte Version.
Noch haben die Filmemacher aber Grund zum Optimismus – und ein großes Ziel: 2013 soll „King Ping“ mit seinen Stars wie Christoph Maria Herbst und Mechthild Großmann auf der Berlinale das erste Mal zu sehen sein. Ein Traum? Häger: „Wir arbeiten daran.“
Wuppertal. Clemens Frowein alias King Ping ist nicht zum Spaßen aufgelegt. Drohend geht er auf die undurchsichtige Künstlerin Doba zu: „Falls Sie wirklich nicht der Mörder sind, dann ist der vielleicht gerade wieder dabei. Während wir hier so nett plaudern. Und es macht: knack.“
Derartige Dialog-Schnipsel aus dem Film „King Ping“ wie den obigen zwischen Frowein alias Sierk Radzei und Doba alias Ann-Kathrin Kramer können Krimi- und Filmfans oder sonstige Neugierige ab heute in wöchentlicher Folge im Internet verfolgen. Die Filme-Macher um Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt von der Firma Rex Film wollen mit diesen Häppchen nicht nur die Lust des Publikums auf den Film wecken.
Der Drehstart des Films ist für März 2012 geplant
„Wir sind für jede Form von Kritik, Anregungen oder Ideen dankbar“, sagt Häger, der nach wie vor auf einen Drehstart des Wuppertal-Kino-Krimis im kommenden März hofft. Wie berichtet, sollen bei dem Streifen neben Radzei und Kramer unter anderem Mechthild Großmann, Jana Voosen und, als Gast, Christoph Maria Herbst mitspielen.
Die Drehbuch-Schnipsel finden sich ab heute jeden Donnerstag bis zum Drehstart bei Facebook, verspricht Rex Film – und zwar auf www.facebook.com/kingpingderfilm
Die WZ Wuppertal bei Facebook: www.facebook.com/wzwuppertal
Das Gespräch führte Martina Thöne
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Zurück nach Wuppertal: Wie konkret sind Ihre Pläne, im Film „King Ping“ mitzuspielen?
Herbst: Ich habe eine Zusage gemacht ... Ich finde die Idee jedenfalls klasse. Ein Filmprojekt von Wuppertalern in Wuppertal – da möchte ich nicht fehlen.
Von Klaus Koch
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Am Rande der Messe, auf der auch die Rex-Film-Produktion für den Wuppertal-Krimi-Film King Ping wirbt und die Möglichkeiten des Product-Placements im Kinofilm erläutert, wurde bekannt, dass der Film einen weiteren prominenten Mitstreiter hat. Jedenfalls gibt es die grundsätzliche Bereitschaft des aus Wuppertal stammenden Schauspielers Christoph Maria Herbst (Stromberg), für einige Drehtage mitzuwirken.
Das Gespräch führte Martina Thöne
[...]
„Ich freue mich darauf, in Wuppertal zu drehen.“
Sie gehören zu einem Team, das im kommenden Jahr den ersten echten Wuppertal-Krimi auf die Leinwand bringen möchte. Welche Rolle spielen Sie dabei?
Voosen: Ich spiele Dr. Nicole Werner, Gerichtsmedizinerin und Ex-Freundin der Hauptfigur Clemens Frowein, genannt „King Ping“, weil er seit seiner Suspendierung vom Polizeidienst als Pinguin-Pfleger im Wuppertaler Zoo arbeitet. Das hält ihn aber nicht davon ab, auf eigene Faust in einem Mordfall zu ermitteln.
„King Ping“ soll in Wuppertal gedreht werden. Was bedeutet Ihnen das Projekt?
Voosen: Ich freue mich wahnsinnig darauf, hier zu drehen. Auch wenn ich seit 14 Jahren in Hamburg wohne, bleibt Wuppertal meine Heimat. Keine Stadt kenne ich besser. Und außerdem freut mich besonders, dass Thomas Bohn, der ebenfalls Wuppertaler ist und mit dem ich bereits drei Mal zusammen gearbeitet habe, Regie führen wird.
Von Florian Ballin und Florian Launus
Wuppertal. Einmal neben Stars wie Mechthild Großmann und Ann-Kathrin Kramer in einem Kino-Film zu sehen sein – dieser Traum wird für elf Wuppertaler bald in Erfüllung gehen. Sie und hunderte andere hatten bei einer Verlosung der Firma Rex Film für den Film „King Ping“ teilgenommen – wie berichtet, soll der skurrile Krimi nicht nur in Wuppertal spielen, sondern auch ausschließlich im Tal produziert und gedreht werden.
Zu gewinnen gab es für die Teilnehmer nicht nur zehn kleinere Komparsen-Auftritte, sondern auch noch eine tragende Nebenrolle, die sich durch den ganzen Film ziehen soll. Wie genau die aussieht? Drehbuchautor und Mit-Produzent Dirk Michael Häger macht’s spannend: „Die wird dem Gewinner auf den Leib schreiben.“ Konkreter wurde er bei den zehn Komparsen: Sie sind in der Schluss-Szene des Streifens an der Reihe. Häger; „Da gibt es eine Party, auf der die Darsteller mittanzen werden“, sagt Häger.
Aber wer darf denn nun aus dem Lostopf auf die Leinwand? Das ermittelten die Produzenten am Montagabend mit 260 vorab ausgelosten Bewerbern live im Cinemaxx. Ebenfalls anwesend: einige Stars des Films. Neben Hauptdarsteller Sierk Radzei gaben sich Charakterdarsteller Hans-Martin Stier und Lokalmatadorin Lilay Huser („Almanya“) die Ehre. Letztere gab mit Häger die Glücksfee des Abends und ermittelte die Gewinner.
Bei der Verlosung fehlte ausgerechnet der Hauptgewinner
Kurios dabei: Während alle Komparsen nach Ausrufung begeistert die Bühne enterten, fehlte im Cinemaxx ausgerechnet der Hauptgewinner: Till Bachmann. Dass der demnächst in einer tragenden Kino-Rolle zu sehen zu sehen sein wird, sprach ihm Dirk Michael Häger zwar noch live von der Cinemaxx-Bühne vor johlendem Auditorium auf den heimischen Anrufbeantworter – doch diese Nachricht erreichte den Wuppertaler erst gestern.
„Ich finde das total super“, sagte Bachmann gestern im WZ-Gespräch – immer noch perplex von seinem Losglück. An der Aktion hatte der 39-Jährige – er arbeitet als Anästhesist bei Helios – eigentlich nur teilgenommen, um das Filmprojekt mit einem kleinen Obolus zu unterstützen. „Ich bin ein riesiger Fan von Jana Voosen“, sagte Bachmann, „und weil sie bei King Ping mitspielt, wollte ich dazu beitragen, dass der Film auf jeden Fall zustande kommt.“
Dass es am Ende auch gleich eine große Rolle wurde, kam umso unverhoffter – zumal Bachmann nach eigener Aussage bislang „null“ Schauspielerfahrung hat. Demnächst will er sich mal mit den Produzenten auf einen Kaffee treffen: „Dann sehen wir, was da auf mich zukommt.“
Von Florian Launus
Herr Häger, sie sagen immer, Wuppertal habe großes Potenzial als Filmstadt. Warum?
Dirk Michael Häger: Weil diese Stadt unglaublich reich ist an verschiedensten Schauplätzen auf engstem Raum: Grün neben Grau, Gründerzeit- neben Nachkriegs-Architektur, Villa neben Arbeiterviertel. Sie atmet Geschichte und Gegenwart zugleich – für die Filmkamera öffnet sich bei jedem Blick eine neue Perspektive. Das bieten nicht viele deutsche Städte.
Also ist Wuppertal in erster Linie eine gute Kulisse?
Häger: Sie ist zugleich ein Schmelztiegel an kreativem Potenzial. Aus meiner Sicht liegt das in der Geschichte begründet: Die vielen Kontraste in dieser Stadt haben immer wieder vielleicht etwas schwierige, aber sehr individuelle Um-die-Ecke-Denker hervorgebracht. Für die Filmbranche ist das – genauso wie für andere kreative Branchen – ein Reservoir, das gefördert werden sollte. Dazu kann, hoffe ich, auch unser Film beitragen, wenn er die Stadt als ebenso interessant wie innovativ bekanntmacht.
Kann das mit einem Krimi gelingen – von diesem Genre gibt es ja nicht gerade wenige Angebote auf Leinwand und TV. . .
Häger: Da haben Sie recht, und deshalb muss ein Film für das Kino immer mehr sein als ein Krimi. „King Ping“ schafft das, so meine ich, durch die Kombination von realistischem Ermittlungs-Thriller und überzeichneten, ironisch-schrägen Figuren – die bringen eine etwas schwarze, distanzierte Komik in den Film, wie man sie sonst allenfalls aus britischen oder skandinavischen Formaten kennt, aber nicht von deutschen Produktionen. Hinzu kommt, dass der Film eine hochwertige, kunstvolle Ästhetik bieten soll, wie sie eben nur das Kino zeigen kann – und die natürlich auch Wuppertal in ein besonderes Licht rückt.
Reichen unkonventionelle Story und gute Optik aus, um einen Kino-Erfolg zu landen? Die ganz großen Kino-Stars zum Beispiel sieht man ja eher nicht in Ihrem Film.
Häger: Um das erstmal klarzustellen: Ich glaube an unsere Besetzung, die absolut hochklassig ist. Aber, Sie haben insofern recht: Ein Vertreter eines Verleihs hat mir kürzlich gesagt, wenn ein Film ein sicherer Erfolg sein soll, müssen entweder Til Schweiger, Matthias Schweighöfer oder Jürgen Vogel die Hauptrolle spielen. Andererseits hat beispielsweise der sensationelle Erfolg von „Almanya“ gezeigt, dass große Namen nicht alles sind. Wir glauben jedenfalls daran, dass wir mit Sierk Radzei als einem ganz neuen Gesicht auch internationalen Erfolg haben können.
Um den Film zu finanzieren, setzen Sie auch auf die Beteiligung der Wuppertaler, etwa mit der aktuell laufenden Rollen-Verlosung oder mit lokalen Sponsoren. Bekommen Sie das nötige Geld zusammen – oder kann „King Ping“ noch platzen?
Häger: Die gute Nachricht zuerst: Wir drehen auf jeden Fall – auch, wenn wir das Budget von 1,2 Millionen Euro nicht zusammenbekommen. Wir haben uns eine Mindestsumme gesetzt, mit der wir einen hochwertigen Film machen können – etwa, indem die Schauspieler ihre Gage teilweise als Gewinnbeteiligung bekommen. Diese Summe haben wir so gut wie gesichert, ganz aktuell auch durch die Jackstädt-Stiftung und viele große und kleine Firmen in der Stadt. Wir sind also zuversichtlich, dass der Film international ein Zeichen dafür setzt: Wuppertal kann was!
Wirtschaftsförderung Wuppertal 11.07.2011
Die Vermarktungskampagne des Wuppertal-Krimis „King Ping“ geht in die nächste Runde. Nach der Gewinnung zahlreicher Sponsoren vorwiegend aus der Wuppertaler Wirtschaft wird nun die Bevölkerung ins Boot geholt. REX Film Produktion hat Anfang Juli zusammen mit Wuppertaler Medienpartnern und Sponsoren eine große Verlosungsaktion gestartet. Das ist der Auftakt für das Crowdfunding, mit dem die Produzenten ihre Fans zu Koproduzenten machen und deren Begeisterung als Wind für die Realisierung ihres Projektes einsetzen.
Jeden Tag ein Schritt näher an der Umsetzung: Seit der Teaserpremiere von „King Ping“ im Februar konnten die Produzenten Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt bereits über 100.000 Euro sammeln. Gespräche mit weiteren potentiellen Investoren dauern an. Die Resonanz auf den Krimi , in dem bekannte Schauspieler wie z.B. Michael Schenk, Mechthild Großmann, Ann Kathrin Kramer, Ralf Richter und Lilay Huser mitwirken werden, war so positiv, dass der „Point of no return“ für die Produzenten bereits erreicht ist: „Wir setzen alles daran, diesen Film zu realisieren“, betont Christoph Schmidt. Dem Drehstart März 2012 gehen nun weitere Maßnahmen voraus, mit denen die Produzenten ihr ambitioniertes Ziel vorantreiben wollen.
Begeisterung der Masse
Als Teil des Finanzierungskonzepts wird das in der Filmbranche populär gewordene Crowdfunding dienen: Fans des „ersten Wuppertal-Krimis überhaupt“ können auch schon durch einen relativ geringen finanziellen Beitrag zu Koproduzenten werden. Als Dankeschön erhalten sie Sachleistungen und eine emotionale Bindung: Mit einem „guten Gefühl“ und exklusiven Infos auf der Website geht es für zehn Euro los, die Skala nach oben ist offen. Zum Auftakt des Crowdfundings starteten die Produzenten in Zusammenarbeit mit Wuppertaler Medienpartnern und Sponsoren mit einer Verlosung einer auf den Gewinner zugeschnittenen Rolle sowie zehn Komparsenrollen, die am 18. Juli 2011 mit der Live-Auslosung im Wuppertaler Cinemaxx ihren Höhepunkt finden wird. Produzenten, Hauptdarsteller und Stargäste werden vor Ort sein.
Bis zum Ende des Jahres (31.12.2011) haben die Crowdfunder die Gelegenheit, ihren Beitrag zur Realisierung des Films zu leisten. Die angestrebte Unterstützung von Förderern und Sendern ist hierbei wesentlich: Mit einem kalkulierten Gesamtbudget von 1,2 Mio. Euro rangiert „King Ping“ für einen Kinofilm zwar im Low Budget-Bereich, das Ziel ist aber durchaus als ehrgeizig zu bewerten. Schmidt und Häger wenden sich daher auch Themen wie Productplacement zu. „Wir ziehen jedes Register, um diesen Film Wirklichkeit werden zu lassen. Und dabei sind mehr denn je Kreativität und unkonventionelle Strategien gefragt.“ so Dirk Michael Häger.
Von Florian Launus
Wuppertal. Wer nachts durch verwinkelte Straßen des Tals geht, etwa am Arrenberg oder in der Nordstadt, der hat es sich vielleicht schon mal gedacht: Wäre das nicht eine geniale Kulisse für einen Krimi? Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt ging das ähnlich – nur dass sie daraufhin gleich ihre eigene Produktionsfirma gegründet haben. Mit „King Ping – Leben und Sterben in Wuppertal“ wollen sie den ersten echten Wuppertal-Krimi auf die Leinwand bringen. Ob das mit dem geplanten Drehstart im Frühjahr 2012 aber auch klappt, hängt entscheidend von den Wuppertalern ab.
Ein besonders glücklicher Gewinner wird eine tragende Rolle spielen
Zunächst mal die Story: Clemens Frowein, gespielt von Sierk Radzei, ist Ex-Kommissar, aber wegen Querköpfigkeit aus dem Dienst geflogen. Nun arbeitet er als Pinguin-Pfleger im Zoo – und ermittelt wieder auf eigene Faust, als eine Mordserie das Tal heimsucht. Dabei helfen ihm Kontakte von früher, etwa zur Gerichtsmedizinerin Nicole Werner (Jana Voosen). Zumindest moralisch unterstützt wird er von Café-Besitzerin Biggi (Mechthild Großmann) – während ihm die mysteriöse Künstlerin Doba (Ann-Kathrin Kramer) Rätsel aufgibt.
Ein hochkarätig besetzter Streifen zeichnet sich also ab – bislang nur als Trailer im Netz. Damit daraus der geplante Langfilm wird, brauchen Häger und Schmidt 1,2 Millionen Euro. Für die Finanzierung wollen sie auch auf die Filmbegeisterung im Tal zurückgreifen – also nicht nur auf lokale Sponsoren, sondern auch auf eine große Verlosung von Filmrollen, die heute beginnt.
Und die geht so (Details siehe Kasten): Jeder, der will, sei er sechs oder 106 Jahre alt, überweist fünf Euro an Rex Film. Aus allen Einzahlern werden am Ende zehn Komparsen-Auftritte verlost – und sozusagen als Sahnehäubchen eine tragende Figur, die den ganzen Film hindurch immer wieder auftauchen wird.
Genaues dazu verraten die Produzenten noch nicht. Nur soviel: „Es ist keinerlei schauspielerische Erfahrung erforderlich“, versichert Häger. Was der geheimnisvolle Gast-Mime am Ende wirklich auf der Leinwand tut, wird dem Gewinner auf den Leib geschrieben. Und wer das wird, entscheidet sich bei einer Live-Ziehung am 18. Juli an passendem Ort – im Cinemaxx.
Einen abwechslungsreichen und amüsanten Abend mit vielen Facetten erlebten Mitglieder und Gäste des Marketing-Clubs Bergisch Land im TiC-Atelier in Wuppertal-Cronenberg. Erst Musical, dann Filmproduktion – so lässt sich die Veranstaltung umreißen.
Die Anwesenden durften sich zu Beginn über Ausschnitte aus der neuen Musical-Komödie „Non(n)sens“ freuen. Das Stück gilt mit mehr als 5.000 Inszenierungen als das weltweit meistgespielte Kleinkunst-Musical und handelt von fünf Nonnen, die… – nein, mehr sei hier nicht verraten, nur so viel noch: Nie hat man fünf Ordensschwestern mit solcher Energie und solchem Charme auf einer Bühne gesehen, und entsprechend groß war der Applaus des Publikums.
Im anschließenden Gespräch mit Clubpräsident Vok Dams erläuterten die TiC-Geschäftsführer Stefan Hüfner und Ralf Budde die Verbindung ihres Theaters zur und dessen Rolle in der Stadt sowie seine Bedeutung als Sprungbrett nicht nur für Schauspieler – so wie Christoph Maria Herbst es einst nutzte –, sondern auch für andere Theaterberufe.
Matthias Haschke, Moderator des Abends und Geschäftsführer der Wuppertal Marketing GmbH, führte in das Thema ein: die Bedeutung Wuppertals als Filmstadt und die unschätzbare Imagewerbung für eine Stadt durch das Medium Film. Seit Jahrzehnten finden immer wieder Produzenten den Weg nach Wuppertal, und nicht zuletzt Wim Wenders´ „Pina“ bedeutete eine überragende PR für diese Stadt. Warum also nicht einen Film drehen, der einzig und allein in Wuppertal spielt und den Bekanntheitsgrad der Stadt ähnlich steigert, wie es beispielsweise durch den „Tatort“ in Münster gelungen ist?
Ein derartiges Projekt ist nun die REX Film Produktion angegangen: „King Ping – Leben und Sterben in Wuppertal“. Die REX-Geschäftsführer Christoph Schmidt und Dirk Michael Häger zeigten ihren vielversprechenden Teaser von acht Minuten Länge (anzusehen auf www.kingpingderfilm.de), mit dem sie nun Investoren und Förderer gewinnen wollen. Denn die Produktion soll schon im nächsten Jahr starten, die Story für die 100 Minuten lange Kriminalkomödie steht, genauso wie das Team.
Die Vorteile lägen auf der Hand, so die beiden Filmproduzenten: Bis zu 50 Prozent eines Filmbudgets blieben dort, wo auch gedreht werde – eine Investition in die lokale Wirtschaft. Daneben werde der Tourismus ebenso gefördert wie auch das Image für und die Identifikation mit Wuppertal. Und es mache die Stadt als Ort von Kreativität und Kultur nicht nur attraktiver und damit zukunftsfähiger, sondern auch international bekannter, denn auch darauf sei der Film ausgerichtet.
Rund 1,2 Millionen Euro an Produktionskosten haben Schmidt und Häger veranschlagt. Woher soll das Geld kommen? Das Zauberwort heißt Crowdfunding. Ab einer gewissen Kapitalmenge bekommen die Investoren eine Gegenleistung, etwa eine Rolle als Komparse oder als Kleindarsteller bis hin zu einer Gewinnbeteiligung.
Über weitere Ideen, wie man Sponsoren und Gelder generieren könne, sollten sich an diesem Abend auch die anwesenden Marketing-Spezialisten Gedanken machen. Zahlreich waren denn auch die erarbeiteten Ideen und Vorschläge, und entsprechen dankbar zeigten sich Schmidt und Häger. Man darf also hoffen, dass er kommt – King Ping, der Wuppertal-Krimi. Als Dank erhielten sowohl die Theatermacher für ihre Gastfreundschaft wie auch die Filmemacher für den Vortrag den „Bergischen Hammer“ von Vok Dams.
Deutschter Marketing-Verband 25.05.2011
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